SerNet hat SAMBA+ 4.25.0 für SUSE- und Red-Hat-Plattformen sowie für Debian GNU/Linux, Ubuntu und AIX veröffentlicht.
Dies ist das erste stabile SAMBA+ Release der neuen Reihe 4.25. Bitte lesen Sie die Release Notes vor dem Upgrade sorgfältig.
Im Mittelpunkt dieses Releases steht die experimentelle Unterstützung für SMB3 Persistent Handles – entwickelt bei SerNet und upstream zu Samba beigetragen. Persistent Handles erlauben SMB-Clients, sich nach einem Neustart oder Ausfall des Servers wieder zu verbinden und dabei gültige File Handles zu behalten. Das ist ein grundlegender Baustein für SMB Transparent Failover und hilft Anwendungen, den Zugriff auf Dateien über Serverausfälle hinweg aufrechtzuerhalten. Typische Einsatzfälle sind Storage für virtuelle Maschinen und geclusterte Datenbanken.
Transparent Failover und Persistent Handles schließen einen Meilenstein des Samba-Entwicklungsprojekts ab, das von der deutschen Sovereign Tech Agency gefördert wird (mehr zum STF-Projekt).
Ceph, Clustering und CTDB
Das neue ceph_rgw vfs module steht derzeit für Debian 13 (Trixie) und Ubuntu 26.04 LTS (Resolute) bereit. Es exportiert Buckets des Ceph Object Gateway als SMB-Shares mit einer hierarchischen Sicht auf die gespeicherten Objekte. Vinit Agnihotri (IBM) hat das Modul auf der sambaXP 2026 vorgestellt.
Weitere Neuerungen für geclusterte Setups:
- Cluster-weites Rate Limiting in vfs_aio_ratelimit setzt die konfigurierten Grenzwerte pro Share als globale Obergrenze über den gesamten Cluster durch statt pro Knoten.
- CTDB Locks, PID-Dateien und Sockets liegen jetzt in ctdb/-Unterverzeichnissen der Samba-Pfade.
- Die Überwachung von Netzwerkinfrastruktur wie DNS- oder AD-Servern wird jetzt unterstützt. Warnungen werden protokolliert, wenn Infrastruktur über konfigurierte Schwellwerte hinaus ausfällt oder nicht erreichbar ist. Das erleichtert die Ursachenanalyse nach unerklärlichen Timeouts erheblich.
Mit Blick nach vorn führt Samba jetzt ein Cluster Functional Level, einen clusterweiten Wert, der Änderungen an der Kommunikation zwischen Knoten absichert. Das bereitet Rolling Upgrades unter bestimmten Bedingungen in künftigen Versionen vor. Für Upgrades mit 4.25 als Ziel gilt es nicht.
Eine vollständige Übersicht aller Änderungen und Erweiterungen findet sich in den Samba Release Notes:
Hinweise zum Paketzugang und zum Upgrade stehen in der SAMBA+ How-to-Sammlung.
Lebenszyklus der Release-Reihen
SAMBA+ Pakete werden von den Samba-Entwicklern bei SerNet aus einem einzigen Quellpaket gebaut, über die unterstützten Release-Reihen hinweg gepflegt und kommerziell supportet. Sie enthalten den vollen Funktionsumfang von Samba, einschließlich Active Directory Domain Controller und Clustering mit Unterstützung für CephFS, GlusterFS und Spectrum Scale. Mehr Gründe für SAMBA+.
Mit dem Release 4.25 wechselt Samba 4.24 in den „maintenance mode" und Samba 4.23 in den „security fixes only mode". Samba 4.22 wird darüber hinaus voraussichtlich keine Updates mehr erhalten. Die SAMBA+ 4.22 Repositories werden demnächst abgeschaltet. Bitte aktualisieren Sie auf eine neuere Version von SAMBA+.
SAMBA+ Pakete werden im Subskriptionsmodell geliefert und sind im SAMBA+ Shop erhältlich:

